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Schutz vor Einbrüchen zurück

Welche Bereiche besonders anfällig sind

 Wohnungseinbrüche stehen - leider - auf der Tagesordnung. Und wenn die Tage kürzer werden, dann steigt das Risiko.

Der materielle Schaden nach einem Einbruch ist am ehesten zu verkraften; ist dieser in der Regel doch recht überschaubar. Viel stärker lasten die psychischen Lasten auf den Einbruchsopfern. Sei es, weil sich unter den entwendeten Gegenständen um wichtige Erinnerungsstücke handelt oder auch, weil man sich einfach nicht mehr sicher fühlt. Dass man sich wirksam vor den Einbruchsschäden materieller und immaterieller Art schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei. In mehr als 30 Prozent der Fälle scheitern die   Einbrecher an sicherungstechnischen Einrichtungen.

Wer ist besonders anfällig?

Dort, wo Haus- und Wohnungseigentümer aber gänzlich auf Abwehrmaßnahmen verzichten, zeigt sich ein ernüchterndes Bild. Vor allem Fenster, Terassen- und Eingangstüren präsentieren sich oft offen wie ein Scheunentor. Nicht zusätzlich gesichert, haben Einbrecher diese „Hürde“ mit einem einfachen Schraubendreher in ca. 30 Sekunden überwunden.Nach wie vor verzichtet rund die Hälfte der Österreicher auf den Einsatz von Querriegelschlössern, Schutzbeschlägen oder gar Alarmvorrichtungen. Die Mahnung der Gendarmen lautet: Machen Sie es den Einbrechern so schwer wie möglich, denn mit jeder Sekunde, die verstreicht, steigt das Risiko, bemerkt zu werden.    

Folgende Schwachstellen werden von Einbrechern immer wieder gnadenlos ausgenutzt:

  • Aus dem Beschlag herausragende Zylinder
  • Von außen angeschraubte Beschläge (z. B. Schlossschild)
  • Schwache, schlecht verankerte und zu kurze Schließbleche oder Türbänder (Scharniere) an der Zarge
  • Zu schwache Zarge im Schließbereich
  • Zu schwaches Türblatt
  • Zu schwache Gesamttüreinheit

Deshalb rät die Polizei:

  • zu aufbohr- und nachsperrgeschützten Sicherheitszylindern, die maximal 3 Millimeter über einen von innen verschraubten Sicherheitsbeschlag vorstehen dürfen
  • zu Schließblechen, die mindestens 30 cm lang und 3 mm stark sind; sie sollten mit dem Mauerwerk verdübelt und die Metallzarge sollte im Schließbereich verstärkt sein
  • zu Sicherheitsbügeln oder Sicherheitsketten, die die Türe einen Spalt breit fixieren
  • zum Einbau eines "Weitwinkelspions" (180 Grad), der den Eingangsbereich vor der Tür großräumig erfasst
  • das Türblatt mit Stahlplatten oder Stahlstäben zu verstärken oder wenigstens eines aus Vollholz (45 mm) einzubauen (dabei auf Passgenauigkeit von Türblatt und Türstock sowie auf stabile, fest verankerte Türbänder achten)
  • besonders bei längerer Abwesenheit auf fest im Mauerwerk verankerte Balkenriegelschlösser zurückzugreifen (über die gesamte Breite oder Länge der Wohnungstür)

Achten Sie beim Einsatz solcher Sicherheitsblockaden auf den fachgerechten Einbau, denn bei fehlerhafter Montage kann der ganze Aufwand umsonst sein. Bedenken Sie, dass der Einbau einer Alarmanlage immer nur eine Ergänzung sein kann, denn im Zweifel kann sie den oder die Einbrecher nicht zurückhalten. Vergewissern Sie sich der Qualität von Einbruch hemmenden Produkten bzw. achten Sie auf entsprechende Gütesiegel. Ist das Material zu schwach, ist der Schutz praktisch nicht gegeben.