Raiffeisen. Meine Bank in Feldkirch.

Geschichte der Raiffeisenbank Feldkirch: Vom Zahlmeister-Betrieb zur modernen Universalbank.

Im Jahre 1894 als Spar- und Darlehenskasse Altenstadt gegründet ist Raiffeisen seit mehr als 120 Jahren in Feldkirch für die Bevölkerung tätig.

Bis zum Bezug des ersten eigenen Bankgebäudes in der Reichsstraße 31 im Jahre 1960 wurden die Bankgeschäfte in den Kassenlokalen, welche sich in den Wohnhäusern der jeweiligen Zahlmeister und später im alten Pfarrhaus befanden, abgewickelt. Die abendlichen und sonntäglichen Öffnungszeiten waren den damaligen Arbeits- und Freizeiten angepasst und nahmen auch auf die nebenberufliche Kassiertätigkeit des Zahlmeisters Rücksicht.

1977 wurde die Eröffnung des Bankgebäudes auf dem angrenzenden Grundstück Reichsstraße 33 gefeiert. Seit dessen Modernisierung im Jahre 2004 präsentiert sich die Raiffeisen Bankstelle Altenstadt offener und kundenfreundlicher.

 
Die ursprünglich eigenständige Spar- und Darlehenskasse Feldkirch wurde im Jahre 1899 gegründet. Der Bezug des ersten eigenen Bankgebäudes erfolgte 1927 in der Schmiedgasse 23. Bis dahin wurden die Bankgeschäfte in den Kassenlokalen in der Herrengasse 1, Hirschgraben 12 und zuletzt in der Schlossergasse 8 abgewickelt. Ein Jahr vor der Fusionierung der Raiffeisenkassen Feldkirch-Tisis-Tosters und Altenstadt-Gisingen im Jahre 1979 wurde das alte Postgebäude am Domplatz käuflich erworben. Der Plan, in diesem bauhistorisch interessanten Bauwerk ein modernes Verwaltungsgebäude zu errichten, wurde rasch umgesetzt. Bereits 1981 erfolgte die Eröffnung. Seit dessen Modernisierung im Jahre 2001 präsentiert sich die Zentrale der Raiffeisenbank Feldkirch Genossenschaft m.b.H. als moderne und attraktive Universalbank.

Der lang gehegte Wunsch der Gisinger nach einem eigenen Kassengebäude ging im Jahre 1952 hinter dem ehemaligen Gasthaus Adler in Erfüllung. Als Filiale der damaligen Raiffeisenkasse Altenstadt wurde im Jahr 1965 die Bankstelle Gisingen an der Hauptstraße eröffnet. Über 40 Jahre später bot sich die Gelegenheit, das zwischenzeitlich modernisierte Bankgebäude durch den Zubau eines altersgerechten Wohn- und Geschäftshauses zu erweitern. Seit der Eröffnung des Raiffeisen Wohncenters im März 2009 bietet die Raiffeisenbank Feldkirch neben bankspezifischen Beratungen zu Finanzierungs- und Versicherungsfragen gebündelte Kompetenzen zu den verschiedensten Themen rund ums Wohnen.

1972 konnte in der Nofler Badgasse eine weitere Bankstelle der damaligen Raiffeisenkasse Altenstadt eröffnet werden. 16 Jahre später bot sich die Chance, in das neuerrichtete Wohn- und Geschäftshaus an der Rheinstraße zu übersiedeln. Sinkende Margen, steigende regulative Aufwendungen unabhängig von Bankengröße und dem Geschäftsmodell sowie das veränderte Nutzungsverhalten der Kunden führten schlussendlich zum Entschluss, die Bankstellen Nofels und Gisingen am 1. April 2016 zusammenzulegen.

Bereits 1978 konnte die Bankstelle Tisis von der über drei Jahre genutzten provisorischen Unterkunft an den heutigen Standort übersiedeln. Die günstige Lage im Dorfzentrum und an der Durchzugsstraße Richtung Liechtenstein und Schweiz war schon damals ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Die Standortfrage stand bei der Neugestaltung im Jahre 2008 daher auch nie zur Diskussion.

Anders in Tosters. Was im Jahre 1978 als Ein-Mann-Filiale gegenüber des Gasthauses Löwen begann und seine Fortsetzung über 23 Jahre im Gebäude Egelseestraße 35 fand, wurde vor ein paar Jahren neu konzipiert. Das bisherige Geschäftslokal entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen an eine moderne Bank und hätte umgebaut werden müssen. Dies war – ebenso wie in Tisis – der klare Auftrag der Mitglieder und Kunden der Raiffeisenbank Feldkirch aus einer im Jahr 2007 durchgeführten Kundenbefragung. Da sich aber der Ortskern aufgrund des großen Zuzugs verlagert hatte, entschloss sich die Regionalbank für eine Beteiligung am neuen Zentrum am Alberweg.

Seit dem Bezug im November 2008 präsentieren sich die Räumlichkeiten der Bankstellen Tisis und Tosters offener und heller und bieten mehr Platz für persönliche, diskrete Kundengespräche.

Die regionale Verantwortung steht auch heute im Vordergrund aller Aktivitäten. Der dynamische und komplexe Veränderungsprozess im Bankwesen stellte 2015 die optimale Bankengröße aber in Frage und war in Folge ausschlaggebend dafür, eine Absichtserklärung zur Fusion mit der Raiffeisenbank Rankweil zu unterfertigen.

Die zentrale Lage aller Bankstellen mit optimaler Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die zusätzlich angesiedelten Dienstleistungsbetriebe machen die Bankstellen attraktiv. Mit den in den letzten Jahren durchgeführten Neu- bzw. Umbauten hat die Raiffeisenbank Feldkirch ein klares Bekenntnis zur Region und ihren Bewohnern gelegt.

In Punkto Energieversorgung mittels eigener Photovoltaikanlagen auf den Bankstellen Altenstadt und Gisingen setzt Raiffeisen auf Nachhaltigkeit. Die Nutzung zweier Elektroautos ist ein zusätzlicher Beitrag für ein lebenswertes Feldkirch.

Raiffeisen Waren- und Lagerhäuser in Feldkirch

Genauso wichtig wie das Geld- und Kreditwesen war im 19. Jahrhundert die Unterstützung der Bauern durch die Raiffeisen Lagerhäuser, die den Bauern die Möglichkeit gaben, Dünger und andere landwirtschaftliche Artikel günstig einzukaufen.

Der Einstieg in die Versorgung mit landwirtschaftlichen Gütern erfolgte in Altenstadt bereits im Jahre 1895. Im Jahre 1941 wurde in Tosters eine Maschinenstation samt Lagerhaus eröffnet. Aufgrund der zunehmenden Motorisierung der Bauern wurde diese aber 1961 aufgelassen. Im Folgejahr wurde in Tosters eine Dreschgenossenschaft gegründet.

Bereits 1952 – zwanzig Jahre vor der Eröffnung einer Bankstelle – wurde in Nofels in einem angemieteten Stall ein Lagerhaus errichtet. Der Rückgang der Landwirtschaft und massive Platznöte führten im Jahr 1975 zur Übergabe des an das Kassenlokal in der Feldkircher Schmiedgasse angeschlossenen Warenlagers an den Raiffeisenverband. Um das Weiterbestehen des Lagergeschäftes sichern zu können wurde das Lagerhaus in Gisingen 1985 erweitert. Gleichzeitig wurden die wesentlich kleineren Warenlager in Altenstadt und Nofels geschlossen. Aufgrund der rückläufigen Nachfrage, geänderter Anforderungen und des vielfältigen Angebotes anderer Anbieter wurde das letzte Feldkircher Warenlager in Gisingen im Jahre 2000 geschlossen.